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Wissenswertes zum Gehirn

Einsteins Gehirn war anders aufgebaut

Vergleich der Struktur von Albert Einsteins Gehirn mit dem von 85 anderen Personen konnte ein Forscherteam um D. Falk von der Florida State University Bemerkenswertes feststellen.

“Das Gehirn des Genies habe zwar in etwa die gleiche Grösse und Form wie andere gehabt, aber bestimmte Gehirnregionen seien anders aufgebaut gewesen, berichten die Forschen im Journal “Brain”. Das könnte die neurologische Begründung für seine derart starken visuell-räumlichen und mathematischen Fähigkeiten sein.”

Sein visuell-räumliches Vorstellungsvermögen war stark ausgeprägt. Seit fast 60 Jahren erforschen Wissenschaftler das Gehirn Albert Einsteins. Sein Hirn war übrigens nicht besonders schwer, sondern eher ein Leichtgewicht. Es wog 1,352 Kilo. Ein erwachsener Mann hat durchschnittlich ein Hirngewicht von 1,400 Kilo.

Forscher haben vor kurzem in einer Studie festgestellt, dass Einsteins Hirnhälften außergewöhnlich stark miteinander verknüpft waren. Das Corpus Callosum wird auch als Hirnbalken bezeichnet. Es ist eine große querlaufende Verbindung zwischen beiden Hirnhälften und besteht aus etwa 250 Millionen Nervenfasern. Je dicker der Strang ist, desto mehr Nervenfasern enthält er und desto besser sind die Hirnhälften in einzelnen Arealen miteinander verbunden.

Ein besonders ausgeprägtes Corpus Callosum ermöglicht das intensive Zusammenspiel der eher emotional und bildhaft arbeitenden rechten Hirnhälfte mit der eher fürs Rationale, Analytische und die Sprache zuständige linke Hirnhälfte.

Die Forscher stellten auch fest, dass Einsteins Gehirn keine Kugelform hatte. Zugleich bemerkten sie die ungewöhnliche Gestalt einiger Teile des Hirns. Besonders ausgeprägt war Einsteins Vorderhirn. Dieses, auch präfrontale Cortex genannt, ist ein evolutionär junger Teil des Gehirns und zuständig für die Kontrolle von Emotionen sowie das Planen von Handlungen.

Ebenso wurde eine Asymmetrie der Schläfenlappen festgestellt. Das spreche für kreative Intelligenz, glaubten die Forscher. Vergrößerte Areale in diesem Bereich wiesen ihrer Meinung nach auf Einsteins grosses visuell-räumliches Abstraktionsvermögen hin. Ohne dieses hätte er sich gewiss kaum jene Gedanken machen können, die zur Relativitätstheorie führten.

Eine „Beule“ im rechten motorischen Cortex soll vom frühen Geigenüben stammen.

Zur Studie: (http://brain.oxfordjournals.org/content/early/2013/09/24/brain.awt252.extract)

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